Bin heute morgen einer inneren Eingebung folgend auf den bewaldeten Berg, quasi direkt vor meiner Haustür gegangen, weil ich vor einigen Tagen gelesen hatte, dass in der kleinen Kirche, die auf diesem Berg liegt, Sonntags eine Messe gehalten wird.
Immer mal wieder hatte ich diese kleine, alte Kirche, deren Vorläufer von einem Sohn Karls des Großen an gleicher Stelle im 8. Jahrhundert n.Chr. als hölzerne Kapelle errichtet wurde, beim Waldlauf im Augenwinkel gehabt und mir nie denken können, dass dort noch irgendwas abgehen würde, weil sie eben vergleichsweise weit ab vom Schuß liegt.
Ich also dahin und ich muß sagen, dass war eine echte Grenzerfahrung. Das es sowas noch gibt!
Ich traf dort auf eine kleine, aber meiner Beobachtung nach, tiefgläubige Gemeinde. Der Gottesdienst unterschied sich gegenüber dem häufig anzutreffenden "Allerwelts-Gottesdienst" in der Stadt deutlich durch eine von einem charismatischen Pfarrer gehaltenen und unter die Haut gehenden Predigt, wie ich sie selten gehört habe. Auch nahm mich diese unglaubliche Kraft, die von diesen Menschen, diesem Raum ausging, gefangen.
Am Ende des Gottesdienstes, der so einfach, aber erfrischend anders war, verabschiedete der Pfarrer noch jeden Gläubigen an der Pforte mit Handschlag und Gottes Segen für die kommende Woche! Klasse!
Wußte garnicht, das es sowas in unseren Breitengraden noch gibt, dachte immer, vielleicht noch auf dem Land in Bayern oder so.
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