
...sprach der Jüngling in weißem Gewand zur rechten Seite sitzend zu den das Grab Jesu aufsuchenden Frauen.
Im Glauben wissen wir, dass die Überzeugung von Jesus, dass Gott zu ihm steht, nicht getäuscht hat. Im Glauben wissen wir, dass Gott diesen Jesus von den Toten auferweckt hat. Und nochmal - im Glauben wissen wir das.
Denn einen naturwissenschaftlich hieb- und stichfesten Beweis dafür gibt es nicht. Selbst das leere Grab ist kein Beweis dafür.
Deshalb ist es müßig, wenn immer wieder Wissenschaftler kommen, die beweisen wollen, dass das Grab nicht leer war, oder Jesus gar nicht am Kreuz, sondern erst später gestorben sei und so weiter.
Da das Ereignis der Auferstehung nicht zu (be)greifen ist, ist es auch nicht zu widerlegen. Selbst wenn das Grab nicht leer gewesen sein sollte, würde das nichts am Glauben ändern, denn Jesus ist auferstanden in eine Wirklichkeit, die Raum und Zeit und unser Begriffsvermögen einfach übersteigt.
Es führt kein Weg daran vorbei: An der Auferstehung, dem Urgrund des christlichen Glaubens, werden sich die Geister auch weiterhin scheiden, denn im Prinzip kann ich nur im Glauben die Einsicht mittragen, dass Gott diesen Jesus nicht im Tode allein ließ.
Dieser Glaube aber erschließt erst die eigentliche Bedeutung Jesu. Denn durch die Auferweckung seines Sohnes macht Gott klar, dass der Tod nicht das letzte Wort hat, sondern dass derjenige, der sich an diesen Gott hält, auch durch den Tod hindurch von Gott getragen und gehalten ist.
Thomas von Aquin schreibt: Christus hat, auffahrend um unseres Heiles willen, erstlich uns den Weg bereitet, aufzusteigen in den Himmel, gemäß dem, was er selbst sagt: "Ich gehe, euch eine Stätte zu bereiten".
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