Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei welchem keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts und der Finsternis. Jak. 1/17

Mittwoch, 21. April 2010

Das Katharinenkloster am Berg Sinai

video

Hier stelle ich mal ein Video über das uralte Katharinenkloster ins Netz.
Dieses Kloster existiert seit nunmehr 1400 Jahren in seiner ursprünglichen Form, ist nie zerstört worden und völlig unabhängig, nie einem Staat angehörig gewesen.
So ist auch der Glauben der Mönche urwüchsig geblieben, hier lebt man das Urchristentum noch unverändert seit nahezu eineinhalb Jahrtausenden.

Ich finde, das ist ein faszinierender Bericht über gelebten Glauben, wie man ihn heute in dieser Form nur noch selten antrifft.

Donnerstag, 15. April 2010

Der mögliche Weg


painting by William C. Ressler

Natürlich ist das Bild reichlich naiv gemalt. Aber es zeigt unmißverständlich, wohin unsere sogenannte Zivilisation hin steuert - geradewegs in den Abgrund. Es braucht dabei noch nicht einmal rege Phantasie, es reicht, die Fakten nüchtern zu addieren, um zu einem niederschmetternden Ergebnis zu kommen.

Die Unruhe unserer Zeitgenossen nimmt zu. Wie oft hören wir die Leute sagen, dass alles immer schlechter geht, das Sitten und Moral nicht mehr das sind, was sie früher einmal waren.
Inmitten dieser Welt, in der die Arbeit eher als Zwang denn als Befreiung empfunden wird, in der die Zeit für Freizeitbeschäftigungen sich vermehrt, in der die Familien zerbrechen, stellt die Gleichgültigkeit die Lebensregel dar und ist die Einsamkeit eine echte Krankheit. Was haben wir nur getan?
In einer Zeit, in der das Geld König ist, der Egoismus beinahe eine Tugend und die Gewalt eine Alltäglichkeit, haben wir den Eindruck, dass die Welt in ihr Verderben rennt! Sind wir noch normal?
Dieser gesellschaftliche Niedergang, gepaart mit einer Umweltzerstörung bis jetzt nicht gekannten Ausmaßes sowie der wie selbstverständlich hingenommenen Tendenz, alle Probleme (Staatsverschuldung, Atommüll, Ressourcenplünderung, geistige Verblödung durch Massenmedien) auf nachfolgende Generationen zu schieben, nur , um den Lebensstandard von heute halten zu können, kann man nur als Krank bezeichnen.
Gegen den einst so ehrbaren Fortschritt wird nun Klage erhoben. Zwar erzählt uns die politische Führung, das dies alles nur eine vorübergehende Wachstumskrise sei, aber die zunehmende Verworrenheit der Geister zeigt, dass das Übel wohl wesentlich tiefer liegt.
In unserer nur sehr relativen idealen Gesellschaft wäre es interessant, abzuschätzen, welchen Preis unsere moderne Auffassung von Lebensqualität in Wirklichkeit an Menschenqualität kostet. Es wäre abzuschätzen, was den Menschen z. B. der Niedergang der moralischen und religiösen Werte kostet, die Abwertung der philosphischen Gedanken, die zur Eleganz pervertierte Lässigkeit und der zum Abgott erhobene Egoismus.
Die Bejahung der Autonomie und die vielfach gepriesene Selbstverwirklichung des Menschen macht aus ihm ein von seiner Gemeinschaft weit entferntes egoistisches Einzelwesen.
Die Verherrlichung der Rechte ohne die Wechselbeziehung mit den Pflichten führt dazu, das die Autorität der Institutionen angefochten wird. Das zügellose Trachten nach leichtem Leben und Freizeit entwertet die Würde der Arbeit und faktisch auch des Menschen.
Wir sind uns immer mehr bewußt, dem Todeskampf einer sterbenden Welt beizuwohnen. Angesichts dieser ebenso traurigen, wie beängstigenden und frustrierenden Bilanz können wir nicht umhin, eine Parallele zum Untergang des Römischen Reichs vor etwas mehr als 1500 Jahren zu ziehen.
Wir haben die Liebe zum Luxus und zum Geld, den Ruin der Staatsfinanzen und den immer größeren Wohlstand einer immer größer werdenden "Elite" bei gleichzeitig immer größer werdender Armut des anderen Teils der Bevölkerung. Wir preisen die materiellen Reichtümer und frönen einer geistigen und körperlichen Bequemlichkeit und Dekadenz, deren Folgen und Kosten unser Gesundheitsystem geradewegs zum kollabieren bringt.
Wegen der Gewinnmaximierung stehen der Intrige, der Gier, dem Lug und Trug alle Türen offen und alle Anerkennung zur Verfügung.

Es ist beileibe keine Schwarzmalerei von mir (auch wenn es so scheinen sollte), sondern lediglich eine Aufzählung von Fakten, die eigentlich fast jeder bestätigen kann.

Wir können den sprichwörtlichen "Schalter" umlegen, um unseren Hals noch rechtzeitig aus der Schlinge zu ziehen - aber es muß sehr bald geschehen und ein jeder kann bei sich im Kleinen damit anfangen - im Verhältnis zu unseren Mitmenschen, beim Energieverbrauch, bei der Gestaltung unserer Umwelt. Es geht - wenn wir wirklich wollen!

Das die Welt eine andere, eine bessere wäre, würden wir uns nur annähernd an die Zehn Gebote halten, ist eine Binsenweisheit! Aber ebendrum ist es wichtiger denn je, Jesu Worte ernstzunehmen, wenn er sagt: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, keiner kommt zum Vater denn durch mich" - so unglaublich sie auch manchem klingen mögen!

Mittwoch, 7. April 2010

Guten Morgen liebe Sorgen - GEHEIMTIPPS ZUR ÜBERWINDUNG VON SORGEN

Da ich mich auch manches Mal dabei erwische, mir Sorgen über alle möglichen und unmöglichen Dinge zu machen, hier ein paar aufmunternde Worte:

Erwarten Sie immer das Schlimmste? Bekommen Sie gleich Panik, wenn ein Brief vom Finanzamt kommt oder Gerüchte über Stellenabbau in Ihrer Firma kursieren? Machen Sie sich Sorgen, auch wenn es keinen aktuellen Anlass gibt – einfach in der Gewissheit, dass irgendetwas Schlimmes bald passieren wird, worüber Sie sich dann Sorgen machen müssen?

Der Begriff „worry“ stammt von einem alten englischen Wort ab, welches „erwürgen oder drosseln“ bedeutet. Genau das bewirkt auch die Sorge bei Ihrer Produktivität oder Ihrem Glücksgefühl. Sorge ist nichts anderes als zerstörerische Zeitverschwendung.

In seiner bekannten Bergpredigt bei Matthäus 6, 25 – 34 zeigt Jesus 4 Gründe auf, warum Sorge nutzlos ist und verrät 2 Geheimnisse, um sie zu überwinden.

Sorge ist unlogisch. Sich um etwas sorgen, das man nicht ändern kann ist nutzlos. Sorgen um etwas, was wir ändern können, ist dumm. Und jedes Mal, wenn man sich sorgenvolle Gedanken macht, wird die Last größer und schwerer. Sorge verstärkt Probleme über alle Maßen. „Darum sage ich euch: Macht euch keine Sorgen um euren Lebensunterhalt, um Essen, Trinken und Kleidung. Leben bedeutet mehr als Essen und Trinken, und der Mensch ist wichtiger als seine Kleidung.“ (Matthäus 6, 25).

Sorge ist unnatürlich. Man wird nicht als Sorgemacher geboren. Das ist eine angelernte Reaktion auf das Leben. Man muss das sogar üben, um es gut zu können. Zum Glück kann sie auch wieder verlernt werden. Die einzige Spezies in Gottes Natur, die sich Sorgen macht, ist der Mensch. Wir glauben nicht, dass Gott uns versorgen wird. „Seht euch die Vögel an! Sie säen nichts, sie ernten nichts und sammeln auch keine Vorräte. Euer Vater im Himmel versorgt sie. Meint ihr nicht, dass ihr ihm viel wichtiger seid?“ (Matthäus 6, 26).

Sorge hilft nicht weiter. Sie funktioniert nicht. Sie kann die Vergangenheit nicht ändern und die Zukunft nicht kontrollieren. Sie macht uns nur heute unglücklich. Sich über ein Problem zu sorgen, löst es niemals. „Und wenn ihr euch noch so viel sorgt, könnt ihr doch euer Leben um keinen Augenblick verlängern.“ (Matthäus 6, 27).

Sorge ist unnötig. Gott hat versprochen, dass er für uns sorgt, wenn wir ihm die Einzelheiten unseres Lebens anvertrauen. Als Sie als Kind Ihren Vater um Geld für die Mittagspause baten, haben Sie sich keine Sorgen gemacht, wo es wohl herkommen würde. Das war sein Problem. Lassen Sie Gott Gott sein in Ihrem Leben! “Euer Vater im Himmel weiß doch genau, dass ihr dies alles braucht.“ (Matthäus 6, 32).

Wie können wir uns von dieser Angewohnheit befreien?

Vertrauen Sie zunächst Gott jeden Bereich Ihres Lebens an. Ein Teil unseres Sorgeproblems ist die Erkenntnis, dass wir viele Bereiche unseres Lebens nicht unter Kontrolle haben. Wenn wir uns Sorgen machen, dann wirkt es so, als würden wir etwas tun, aber in Wirklichkeit ist es verschwendete emotionale und geistige Energie. Gott zu vertrauen, befreit uns von dieser Last. „Euer Vater im Himmel weiß doch genau, dass ihr dies alles braucht. Sorgt euch vor allem um Gottes neue Welt, und lebt nach Gottes Willen!“ (Matthäus 6, 32 – 33).

Zweitens: Leben Sie einen Tag nach dem anderen. So oft quälen wir uns mit Gedanken über den nächsten Tag oder die nächste Woche herum, während die Herausforderungen des heutigen Tages uns noch bevorstehen. Konzentrieren Sie sich auf das „Was?“ und nicht auf das „Was wenn?” „Deshalb sorgt euch nicht um morgen - der nächste Tag wird für sich selber sorgen! Es ist doch genug, wenn jeder Tag seine eigenen Lasten hat." (Matthäus 6, 34).

(übernommen von Dr. Rick Warren in der Übersetzung von Vera Flohr aus einem Beitrag in "Monday-Manna"/IVCG)

Ich denke, Gottvertrauen ist das stärkste und beste, was wir in diesem Leben haben können - alle materiellen Schätze dieser Welt können ein tiefes Gottvertrauen, welches zu einer heiteren Gelassenheit in uns führt, nicht annähernd aufwiegen!

Sonntag, 4. April 2010

„Er ist auferstanden, er ist nicht hier ...“


...sprach der Jüngling in weißem Gewand zur rechten Seite sitzend zu den das Grab Jesu aufsuchenden Frauen.

Im Glauben wissen wir, dass die Überzeugung von Jesus, dass Gott zu ihm steht, nicht getäuscht hat. Im Glauben wissen wir, dass Gott diesen Jesus von den Toten auferweckt hat. Und nochmal - im Glauben wissen wir das.

Denn einen naturwissenschaftlich hieb- und stichfesten Beweis dafür gibt es nicht. Selbst das leere Grab ist kein Beweis dafür.

Deshalb ist es müßig, wenn immer wieder Wissenschaftler kommen, die beweisen wollen, dass das Grab nicht leer war, oder Jesus gar nicht am Kreuz, sondern erst später gestorben sei und so weiter.

Da das Ereignis der Auferstehung nicht zu (be)greifen ist, ist es auch nicht zu widerlegen. Selbst wenn das Grab nicht leer gewesen sein sollte, würde das nichts am Glauben ändern, denn Jesus ist auferstanden in eine Wirklichkeit, die Raum und Zeit und unser Begriffsvermögen einfach übersteigt.

Es führt kein Weg daran vorbei: An der Auferstehung, dem Urgrund des christlichen Glaubens, werden sich die Geister auch weiterhin scheiden, denn im Prinzip kann ich nur im Glauben die Einsicht mittragen, dass Gott diesen Jesus nicht im Tode allein ließ.

Dieser Glaube aber erschließt erst die eigentliche Bedeutung Jesu. Denn durch die Auferweckung seines Sohnes macht Gott klar, dass der Tod nicht das letzte Wort hat, sondern dass derjenige, der sich an diesen Gott hält, auch durch den Tod hindurch von Gott getragen und gehalten ist.

Thomas von Aquin schreibt: Christus hat, auffahrend um unseres Heiles willen, erstlich uns den Weg bereitet, aufzusteigen in den Himmel, gemäß dem, was er selbst sagt: "Ich gehe, euch eine Stätte zu bereiten".