Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei welchem keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts und der Finsternis. Jak. 1/17

Sonntag, 25. Juli 2010

Der Mensch und das Geld

"Darf´s ein bißchen mehr sein?" - diesen Spruch einer freundlichen Fleischwarenverkäuferin hat wohl jeder schonmal gehört. Und wenn wir vielleicht an der Wursttheke ins Grübeln kommen, dürfte die Antwort, bezogen auf Geld sein: "aber bitte ja!!!" Und nicht nur ein bißchen - da kann die Tasche nicht voll genug werden.



Und wer hat nicht schon mal davon geträumt, mit Onkel Dagobert tauschen zu wollen, um auch einmal mit Schmackes vom Sprungbrett in seinem Geldspeicher in die Dollarfluten zu springen? Im realen Leben würden wir allerdings bei solch einem Stunt sehr hart aufschlagen! ;-)
(c) disney


Geld hat die Eigenschaft, unser Leben zu bestimmen. Wir verbringen viel Zeit damit, es zu verdienen, auszugeben, sparen, investieren, verschenken und sogar darüber nachzudenken. Geld hat auf nicht wenige Menschen eine nahezu hypnotische Wirkung. Der Stellenwert des Geldes in unserer "modernen" Gesellschaft hat Götzencharakter - in der Bibel finden wir die Geschichte vom Tanz um´s goldene Kalb!

Dabei ist Geld nicht böse. Allerdings warnt uns die Bibel mit folgendem Hinweis: “Denn Geldgier ist die Wurzel alles Bösen.” (1. Timotheus 6, 10). Aus der Bibel lernen wir beispielsweise, dass wir Dinge benutzen und Menschen lieben sollen. Immer wenn wir das verwechseln, kommen wir in Schwierigkeiten. Wenn wir Dinge lieben, werden wir Menschen benutzen. Gott sagt, dass Menschen immer wichtiger sind als Eigentum.

Oft hören wir auch: "Geld ist der Schlüssel zum Glück." Offensichtlich stimmt das auch nicht. Wenn nämlich Geld Glück garantieren würde, wären die Reichsten am glücklichsten. Die traurigen Geschichten und Lebensläufe von überreichen Stars und Wirtschaftslenkern, die wir täglich hören und lesen belehren uns eines Besseren! Jesus hat gesagt: „»Gebt Acht! Hütet euch vor jeder Art von Habgier! Denn der Mensch gewinnt sein Leben nicht aus seinem Besitz, auch wenn der noch so groß ist«.” (Lukas 12, 15).

Wie viel Geld sollte ich also verdienen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen? Vielleicht, wenn wir uns folgende Beschränkungen selbst auferlegen würden:

So lange es meiner Gesundheit nicht schadet.
So lange es meiner Familie nicht schadet.
So lange es meinen Mitmenschen nicht schadet.
So lange ich mein geistliches Wachstum genauso vorantreibe, wie den Gelderwerb.

Der Mensch misst (leider) seine Zufriedenheit übrigens auch am Finanzstatus seiner Mitmenschen. Entscheidend ist nicht die absolute Höhe des eigenen Gehalts, sondern der soziale Vergleich mit den eigenen Altersgenossen: Erst das Gefühl, finanziell schlechter dazustehen als die Kollegen, Mit-Rentner, Mit-Mütter oder Mit-Studenten, schafft Frust.
Kierkegaard schreibt dazu: "Der Vergleich mit anderen ist das Ende des Glücks - und der Anfang der Unzufriedenheit".

Allerdings gilt auch: Bei zunehmendem Gehalt wird die Glückskurve immer flacher (siehe die Reichen oben). Wie so oft im Leben liegt der goldene Weg wohl in der Mitte: Ein durchschnittliches Gehalt, dass man sich guten Gewissens erarbeitet hat und mit welchem man sich ein paar kleine Wünsche erfüllen kann, scheint dem Gemüt am besten zu bekommen!

Hier noch ein kleines Gedicht, bei "Brandeins" gefunden und das zum Nachdenken anregen sollte!

Sagte das Geld:

denk an mich -
sehne dich nach mir -
nimm mich.

Glaube an mich -
liebe mich -
verehre mich -
vermehre mich -
halt mich fest -
verlass´ mich nie -
schenk´ mir dein Herz -

... denn ich habe keins!

Sonntag, 18. Juli 2010

Die Sache mit dem großen See





Ich treibe mich nun seit einigen Wochen, wenn es die Zeit erlaubt, an und in meinem geliebten Rursee herum - mit nicht nachlassender Begeisterung! Glich meine Körperfarbe anfänglich der eines weißen Aspirin-chens, habe ich dank viel Sonne und tropischer Temperaturen langsam den Teint "Asi-Sonnenbank-Braun"! Werd´ ich verschmerzen.
Das mittlere Bild zeigt mich im Kanu - und das das Boot vorne am Bug leicht aus dem Wasser ragt, liegt daran, dass ich Ina, meinen Ballast für den Bug, kurzfristig auf einer kleinen Insel ausgesetzt hatte.;-)
Dieser große See zwischen den Bergen der Eifel ist mir, neben meinem "heiligen Berg" an welchem ich wohne, zu einem wichtigen Rückzugsort geworden, um mal richtig die Seele baumeln zu lassen. Der See ist so groß und langgestreckt, mit vielen versteckten Buchten und einigen kleinen Inselchen, dass man schon einen ganzen Tag braucht, um nur die gröbsten Eindrücke von dieser Schönheit zu bekommen.
Von meinem Bootshaus bis zum Ufer sind es nur wenige Meter und wenn ich dann in dem fast fünf Meter langen Kanadier sitze und durch das klare Wasser gleite, bin ich eins mit der Welt. Wie ich schon einmal über meine Waldläufe über den großen Berg schrieb, ist es auch bei meinen Kanufahrten ein etwas anderer Gottesdienst.
Wenn ich mich, als "toter Mann", nahezu bewegungslos mit dem Blick in den Himmel, im Wasser treiben lasse, bin ich "ihm" ganz nah. Wenn ich den Schmetterling betrachte, der taumelnd und kreisend meinem Boot folgt, einer wieselflinken Eidechse nachschaue, die über den heißen Strand huscht oder ich dem Treiben der unterschiedlichsten Fische unter und neben meinem Boot zusehe, denke ich an Diderots Satz: "Das Auge oder der Flügel eines Schmetterlings genügen, um einen Gottesleugner zu vernichten!"
Ich kann nicht umhin, als dieses pulsierende Leben um mich herum dem zuzuschreiben, der von Anbeginn da war und sein wird: Gott! Jede andere "Erklärung" ergibt keinen Sinn! Dazu fällt mir folgender Bibelspruch aus dem Römerbrief des Paulus ein:
"Denn sein unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen und wahrgenommen an den Werken, so daß sie keine Entschuldigung haben"! Röm. 1/20