
Und wer hat nicht schon mal davon geträumt, mit Onkel Dagobert tauschen zu wollen, um auch einmal mit Schmackes vom Sprungbrett in seinem Geldspeicher in die Dollarfluten zu springen? Im realen Leben würden wir allerdings bei solch einem Stunt sehr hart aufschlagen! ;-)
(c) disneyGeld hat die Eigenschaft, unser Leben zu bestimmen. Wir verbringen viel Zeit damit, es zu verdienen, auszugeben, sparen, investieren, verschenken und sogar darüber nachzudenken. Geld hat auf nicht wenige Menschen eine nahezu hypnotische Wirkung. Der Stellenwert des Geldes in unserer "modernen" Gesellschaft hat Götzencharakter - in der Bibel finden wir die Geschichte vom Tanz um´s goldene Kalb!
Dabei ist Geld nicht böse. Allerdings warnt uns die Bibel mit folgendem Hinweis: “Denn Geldgier ist die Wurzel alles Bösen.” (1. Timotheus 6, 10). Aus der Bibel lernen wir beispielsweise, dass wir Dinge benutzen und Menschen lieben sollen. Immer wenn wir das verwechseln, kommen wir in Schwierigkeiten. Wenn wir Dinge lieben, werden wir Menschen benutzen. Gott sagt, dass Menschen immer wichtiger sind als Eigentum.
Oft hören wir auch: "Geld ist der Schlüssel zum Glück." Offensichtlich stimmt das auch nicht. Wenn nämlich Geld Glück garantieren würde, wären die Reichsten am glücklichsten. Die traurigen Geschichten und Lebensläufe von überreichen Stars und Wirtschaftslenkern, die wir täglich hören und lesen belehren uns eines Besseren! Jesus hat gesagt: „»Gebt Acht! Hütet euch vor jeder Art von Habgier! Denn der Mensch gewinnt sein Leben nicht aus seinem Besitz, auch wenn der noch so groß ist«.” (Lukas 12, 15).
Wie viel Geld sollte ich also verdienen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen? Vielleicht, wenn wir uns folgende Beschränkungen selbst auferlegen würden:
So lange es meiner Gesundheit nicht schadet.
So lange es meiner Familie nicht schadet.
So lange es meinen Mitmenschen nicht schadet.
So lange ich mein geistliches Wachstum genauso vorantreibe, wie den Gelderwerb.
Der Mensch misst (leider) seine Zufriedenheit übrigens auch am Finanzstatus seiner Mitmenschen. Entscheidend ist nicht die absolute Höhe des eigenen Gehalts, sondern der soziale Vergleich mit den eigenen Altersgenossen: Erst das Gefühl, finanziell schlechter dazustehen als die Kollegen, Mit-Rentner, Mit-Mütter oder Mit-Studenten, schafft Frust.
Kierkegaard schreibt dazu: "Der Vergleich mit anderen ist das Ende des Glücks - und der Anfang der Unzufriedenheit".
Allerdings gilt auch: Bei zunehmendem Gehalt wird die Glückskurve immer flacher (siehe die Reichen oben). Wie so oft im Leben liegt der goldene Weg wohl in der Mitte: Ein durchschnittliches Gehalt, dass man sich guten Gewissens erarbeitet hat und mit welchem man sich ein paar kleine Wünsche erfüllen kann, scheint dem Gemüt am besten zu bekommen!
Hier noch ein kleines Gedicht, bei "Brandeins" gefunden und das zum Nachdenken anregen sollte!
Sagte das Geld:
denk an mich -
sehne dich nach mir -
nimm mich.
Glaube an mich -
liebe mich -
verehre mich -
vermehre mich -
halt mich fest -
verlass´ mich nie -
schenk´ mir dein Herz -
... denn ich habe keins!


